AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Mindvisory GmbH
für Seminare, Ausbildungen, Weiterbildungen, Einzelcoachings und digitale Produkte
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner, Rechtsnatur
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge über die Teilnahme an Seminaren, Ausbildungen, Workshops und Weiterbildungen (nachfolgend einheitlich "Seminar") sowie nach Maßgabe der §§ 21 und 22 über Einzelcoachings und digitale Produkte, die zwischen der
Mindvisory GmbH
Averhoffstraße 3c, 22085 Hamburg
Amtsgericht Kiel, HRB 29653 KI
vertreten durch die Geschäftsführer Ulrich Oldehaver und Jakob Schulze
Telefon: +49 (0)40 229 444 10
E-Mail: kontakt@mindvisory.com
(nachfolgend "Anbieter") und dem Teilnehmer (nachfolgend "Teilnehmer") geschlossen werden.
(2) Der Anbieter verkauft im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Er ist Vertragspartner des Teilnehmers, auch soweit die Zahlungsabwicklung über einen technischen Dienstleister erfolgt.
(3) Für Einzelcoachings gilt ergänzend § 21, für digitale Produkte § 22. Für Firmen- und Inhouse-Trainings auf Grundlage individueller Angebote sowie für Shop-Artikel, die keine digitalen Produkte sind, gelten gesonderte Bedingungen oder die jeweilige Individualvereinbarung.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Teilnehmers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(5) Der Vertrag ist ein Dienstvertrag im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Geschuldet ist die sorgfältige Erbringung der vereinbarten Seminarleistung, nicht ein bestimmter Lern-, Prüfungs- oder wirtschaftlicher Erfolg.
(6) Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist, wer bei Vertragsschluss in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Seminare auf der Website, in Broschüren oder in sonstigen Werbemitteln stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Anmeldung.
(2) Mit der Anmeldung gibt der Teilnehmer ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Seminarvertrages ab. Die Anmeldung kann über den Online-Checkout des Anbieters, per E-Mail oder telefonisch erfolgen. Bei telefonischer Anmeldung bestätigt der Anbieter dem Teilnehmer die Anmeldedaten in Textform.
(3) Der Vertrag kommt zustande, sobald dem Teilnehmer die Anmeldebestätigung des Anbieters in Textform zugeht. Bei Buchung über den Online-Checkout erfolgt diese Bestätigung automatisiert unmittelbar nach Abschluss des Bestellvorgangs. Der Vertragsschluss ist unabhängig vom Zahlungseingang. Die Nichtzahlung stellt keine Stornierung dar und beendet den Vertrag nicht.
(4) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Anmeldungen anzunehmen. Er kann eine Anmeldung insbesondere ablehnen, wenn das Seminar ausgebucht ist oder die Teilnahmevoraussetzungen nach § 10 nicht vorliegen.
(5) Mindestalter. Die Teilnahme setzt grundsätzlich voraus, dass der Teilnehmer bei Seminarbeginn das 18. Lebensjahr vollendet hat.
(6) Minderjährige Teilnehmer. Der Anbieter kann im Einzelfall auch Teilnehmer zulassen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In diesem Fall kommt der Vertrag nur zustande, wenn alle sorgeberechtigten Personen der Anmeldung vor Vertragsschluss in Textform zustimmen. Der Anbieter kann den Nachweis der Zustimmung verlangen und die Annahme der Anmeldung bis zu dessen Vorlage zurückstellen. Ein Anspruch des Teilnehmers auf eine Zulassung nach diesem Absatz besteht nicht.
(7) Ablauf der Bestellung im Online-Checkout. Der Teilnehmer wählt im Checkout das gewünschte Seminar und die Tarifvariante aus, gibt die abgefragten Daten ein und gelangt zu einer Übersichtsseite. Dort kann er sämtliche Eingaben vor dem Absenden prüfen und über die vorgesehenen Eingabefelder sowie die Korrekturfunktionen seines Browsers jederzeit ändern oder den Vorgang abbrechen. Mit Anklicken der Schaltfläche "zahlungspflichtig bestellen" gibt er die Anmeldung nach Absatz 2 verbindlich ab.
(8) Vertragssprache ist ausschließlich Deutsch.
(9) Speicherung des Vertragstextes. Der Anbieter speichert den Vertragstext und übermittelt ihn dem Teilnehmer gemeinsam mit diesen AGB und der Widerrufsbelehrung in Textform mit der Anmeldebestätigung. Die jeweils aktuelle Fassung dieser AGB ist auf der Website des Anbieters abrufbar und kann dort gespeichert und ausgedruckt werden. Eine darüber hinausgehende Zugänglichmachung des individuellen Vertragstextes durch den Anbieter erfolgt nicht.
§ 3 Preise, Leistungsumfang, Zahlung
(1) Es gilt der zum Zeitpunkt der Anmeldung im Online-Checkout oder im individuellen Angebot ausgewiesene Preis. Alle Preise sind Endpreise. Soweit gesetzliche Umsatzsteuer anfällt, ist sie im ausgewiesenen Preis enthalten.
(2) Im Seminarpreis enthalten sind die Seminarunterlagen, die Nutzung der Seminarräume sowie Tagungsgetränke und Snacks während der Seminartage.
(3) Nicht enthalten sind Mahlzeiten, Anreise- und Übernachtungskosten sowie weiterführende Angebote nach § 12.
(4) Mehrteilige Ausbildungen werden als Gesamtleistung angeboten. Der ausgewiesene Preis gilt für die vollständige Ausbildung einschließlich aller Blöcke.
(5) Der Seminarpreis ist mit Vertragsschluss vollständig fällig und über den Online-Checkout des Anbieters zu zahlen.
(6) Erfolgt die Anmeldung ausnahmsweise nicht über den Online-Checkout, ist der Seminarpreis innerhalb von 10 Tagen ab Rechnungsdatum, spätestens jedoch vor Beginn des ersten Seminarblocks, vollständig zu zahlen.
(7) Abweichende Zahlungsziele und Zahlungsvereinbarungen, insbesondere eine Zahlung in Teilbeträgen, bedürfen einer gesonderten Vereinbarung in Textform. Ein Anspruch des Teilnehmers auf eine solche Vereinbarung besteht nicht.
(8) Ein Anspruch auf Teilnahme besteht nur bei vollständigem Zahlungseingang beziehungsweise bei vertragsgemäßer Erfüllung einer nach Absatz 7 getroffenen Zahlungsvereinbarung. Der Anbieter ist berechtigt, dem Teilnehmer bei offener Forderung die Teilnahme zu verweigern; der Vergütungsanspruch bleibt hiervon unberührt.
(9) Gerät der Teilnehmer in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen.
§ 4 Tarifvarianten
(1) Das Seminar wird in zwei Tarifvarianten angeboten. Der Teilnehmer wählt die Variante bei der Anmeldung. Ein nachträglicher Wechsel ist nicht möglich.
(2) Standard-Tarif. Die Anmeldung ist fest an den gebuchten Seminartermin gebunden. Eine Umbuchung auf einen anderen Termin oder ein Nachholen einzelner Seminartage in einem späteren Kurs ist nicht möglich. Es gilt § 8 vollständig.
(3) Flex-Tarif. Gegen einen Aufpreis von 390 EUR erhält der Teilnehmer zusätzlich:
- eine einmalige kostenfreie Umbuchung auf einen anderen regulären Seminartermin, wenn sie spätestens 14 Tage vor Beginn in Textform erklärt wird und im Wunschtermin ein Platz frei ist;
- das kostenfreie Nachholen versäumter Seminartage in einem späteren regulären Kurs, soweit dort Plätze frei sind;
- eine reduzierte Rücktrittspauschale von höchstens 25 % des vereinbarten Preises bei Zugang der Rücktrittserklärung mehr als vier Wochen vor Beginn.
(4) Ein Anspruch auf einen bestimmten Ersatztermin oder auf Verfügbarkeit freier Plätze besteht in beiden Tarifvarianten nicht. Nach einer Umbuchung im Flex-Tarif beziehen sich die Fristen des § 8 auf den neuen Termin; eine erneute Umbuchung ist ausgeschlossen.
§ 5 Zahlungsoptionen
(1) Soweit im Online-Checkout angeboten, kann der Teilnehmer den Seminarpreis über einen externen Zahlungsdienstleister finanzieren. In diesem Fall kommt der Finanzierungsvertrag ausschließlich zwischen dem Teilnehmer und dem jeweiligen Zahlungsdienstleister zustande; es gelten dessen Bedingungen und dessen gesetzliche Widerrufsregelungen. Der Anbieter ist an diesem Vertrag nicht beteiligt und erhält den Seminarpreis vom Zahlungsdienstleister. Der Seminarvertrag bleibt hiervon unberührt; Ansprüche und Rechte aus § 7 und § 8 richten sich weiterhin gegen den Anbieter.
(2) Ein Anspruch auf eine bestimmte Zahlungsoption besteht nicht. Der Anbieter kann einzelne Optionen im Einzelfall ausschließen, insbesondere bei kurzfristigen Anmeldungen.
(3) Ist nach § 3 Abs. 7 eine Zahlung in Teilbeträgen vereinbart, werden Anzahl, Höhe und Fälligkeit der Teilbeträge in Textform festgehalten. Gerät der Teilnehmer mit zwei aufeinanderfolgenden Teilbeträgen ganz oder teilweise in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die gesamte Restforderung sofort fällig zu stellen, nachdem er dem Teilnehmer erfolglos eine Frist von zwei Wochen zur Zahlung gesetzt hat.
(4) Die Zahlungspflicht bleibt von einer Nichtteilnahme an einzelnen Seminartagen oder -blöcken unberührt. Sie besteht auch nach einem Rücktritt nach § 8 fort, soweit die dort geschuldete Pauschale die bereits geleisteten Zahlungen übersteigt.
§ 6 Rabatte, Aktionspreise und Gutscheincodes
(1) Rabatte, Aktionspreise, Gutschein- und Empfehlungscodes sind nur innerhalb des jeweils angegebenen Aktionszeitraums und nur bei Anmeldung über den dafür vorgesehenen Weg gültig.
(2) Mehrere Rabatte oder Codes sind nicht miteinander kombinierbar, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
(3) Eine nachträgliche Anrechnung auf bereits geschlossene Verträge ist ausgeschlossen. Codes sind nicht übertragbar, nicht in bar auszahlbar und nicht mit anderen Leistungen verrechenbar.
(4) Ein Rabatt oder Code, der für einen widerrufenen oder nach § 8 gekündigten Vertrag eingesetzt wurde, kann für eine spätere Neubuchung nicht erneut verwendet werden, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, wenn der Vertrag im Wege des Fernabsatzes oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurde. Die Einzelheiten ergeben sich aus der nachstehenden Widerrufsbelehrung.
(2) Unternehmern steht kein Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Mindvisory GmbH, Averhoffstraße 3c, 22085 Hamburg, Telefon: +49 (0)40 229 444 10, E-Mail: kontakt@mindvisory.com
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Ihr Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Bei einem Vertrag über die Bereitstellung von digitalen Inhalten, die sich nicht auf einem körperlichen Datenträger befinden, erlischt Ihr Widerrufsrecht, wenn wir mit der Vertragserfüllung begonnen haben, nachdem Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnen, Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung Ihr Widerrufsrecht verlieren, und wir Ihnen eine Bestätigung des Vertrages in Textform zur Verfügung gestellt haben. Verpflichtet Sie ein solcher Vertrag nicht zur Zahlung eines Preises, erlischt Ihr Widerrufsrecht bereits, wenn wir mit der Vertragserfüllung begonnen haben.
Muster-Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.
An: Mindvisory GmbH, Averhoffstraße 3c, 22085 Hamburg, Telefon: +49 (0)40 229 444 10, E-Mail: kontakt@mindvisory.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
Bestellt am (*)/erhalten am (*)
Name des/der Verbraucher(s)
Anschrift des/der Verbraucher(s)
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
(3) Soll eine Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, holt der Anbieter vom Verbraucher vor Leistungsbeginn das ausdrückliche Verlangen nach vorzeitigem Leistungsbeginn sowie die Bestätigung seiner Kenntnis ein, dass das Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter erlischt. Bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen erfolgt dies auf einem dauerhaften Datenträger. Der Anbieter dokumentiert diese Erklärungen in Textform.
(4) Verbraucher können den Widerruf auch über die Widerrufsschaltfläche erklären, die der Anbieter auf seiner Website und auf den Checkout-Seiten bereitstellt. Der Anbieter bestätigt den Eingang unverzüglich in Textform.
§ 8 Rücktritt und Stornierung durch den Teilnehmer
(1) Die Anmeldung ist verbindlich. Ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 7 bleibt unberührt.
(2) Nach Ablauf einer etwaigen Widerrufsfrist kann der Teilnehmer den Vertrag jederzeit in Textform kündigen. Maßgeblich für die Berechnung der nachstehenden Fristen ist der Tag des Zugangs der Erklärung beim Anbieter, bezogen auf den Beginn des ersten Seminarblocks.
(3) In diesem Fall schuldet der Teilnehmer folgende pauschalierte Entschädigung:
| Zugang der Kündigung | Standard-Tarif | Flex-Tarif |
|---|---|---|
| mehr als 12 Wochen vor Beginn | 15 % | 15 % |
| 12 Wochen bis mehr als 8 Wochen vor Beginn | 60 % | 25 % |
| 8 Wochen bis mehr als 4 Wochen vor Beginn | 90 % | 25 % |
| 4 Wochen vor Beginn oder später, bei Nichterscheinen oder Abbruch | 90 % | 90 % |
Prozentangaben jeweils bezogen auf den vereinbarten Seminarpreis der gewählten Tarifvariante. Maßgeblich ist der Abstand zwischen dem Tag des Zugangs der Erklärung und dem Beginn des ersten Seminarblocks.
(4) Die Pauschalen berücksichtigen, dass der Anbieter das Seminar mit einer festen, begrenzten Teilnehmerzahl kalkuliert, Trainer, Räume und Material vorab verbindlich bindet und kurzfristig frei werdende Plätze regelmäßig nicht mehr besetzt werden können. Ersparte Aufwendungen sind in der Höhe der Pauschalen bereits berücksichtigt.
(5) Dem Teilnehmer bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden als die jeweilige Pauschale entstanden ist. Dem Anbieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
(6) Ersatzteilnehmer. Der Teilnehmer kann bis zum Beginn des ersten Seminarblocks einen Ersatzteilnehmer benennen. Der Anbieter darf die Übernahme nur aus sachlichem Grund verweigern, insbesondere wenn der Ersatzteilnehmer die Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt. Bestätigt der Anbieter die Übernahme in Textform, entfallen sämtliche Pauschalen nach Absatz 3. Es wird lediglich eine Umbuchungsgebühr von 250 EUR berechnet. Diese Möglichkeit besteht in beiden Tarifvarianten.
(7) Einzelne Seminartage und -blöcke. Mehrteilige Ausbildungen werden als Gesamtleistung geschuldet und sind nur als Ganzes buchbar. Nimmt der Teilnehmer an einzelnen Tagen oder Blöcken nicht teil, besteht kein Anspruch auf Minderung, Erstattung oder Nachholung. Für den Flex-Tarif gilt ergänzend § 4 Abs. 3.
(8) Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere nicht schon bei beruflicher Verhinderung, Terminkollision oder geänderter beruflicher Planung des Teilnehmers vor. Dem Teilnehmer wird der Abschluss einer Seminarrücktrittsversicherung empfohlen.
§ 9 Änderungen und Absage durch den Anbieter
(1) Der Anbieter behält sich vor, Trainer und Dozenten auszutauschen sowie Ablauf, Zeiten und Veranstaltungsort im zumutbaren Rahmen zu ändern, sofern Charakter und Umfang des Seminars dadurch nicht wesentlich verändert werden. Als zumutbar gilt insbesondere die Verlegung in eine vergleichbare Räumlichkeit im Umkreis von 50 km vom ursprünglich angegebenen Veranstaltungsort.
(2) Der Anbieter kann ein Seminar absagen, wenn bis vier Wochen vor Beginn nicht mehr als acht Anmeldungen vorliegen oder wenn die Durchführung aus einem vom Anbieter nicht zu vertretenden Grund unmöglich wird, insbesondere bei Ausfall eines Trainers ohne Ersatzmöglichkeit, behördlicher Anordnung, Schäden an der Veranstaltungsstätte oder höherer Gewalt.
(3) Im Fall der Absage vor Beginn erstattet der Anbieter bereits geleistete Zahlungen vollständig. Muss das Seminar nach Beginn abgebrochen werden, erstattet der Anbieter den auf die nicht erbrachten Seminartage entfallenden Anteil. Alternativ kann der Anbieter einen Ersatztermin anbieten.
(4) Weitergehende Ansprüche des Teilnehmers, insbesondere auf Ersatz von Reise-, Übernachtungs- oder Verdienstausfallkosten, sind ausgeschlossen. Die Haftung des Anbieters nach § 15 bleibt unberührt.
§ 10 Teilnahmevoraussetzungen, Mitwirkung, Ausschluss
(1) Die Teilnahmevoraussetzungen ergeben sich aus der jeweiligen Seminarbeschreibung.
(2) Aufbauende Ausbildungen setzen den erfolgreichen Abschluss der jeweils vorausgehenden Stufe voraus. Die Master-Ausbildung setzt eine abgeschlossene Practitioner-Ausbildung voraus, die Hypno-Coach-Ausbildung eine abgeschlossene Master-Ausbildung.
(3) Abschlüsse anderer Anbieter erkennt der Anbieter an, soweit sie nach dem Standard der Society of NLP zertifiziert sind. Über die Anerkennung im Einzelfall und über die Eignung im Übrigen entscheidet der Anbieter nach billigem Ermessen.
(4) Der Teilnehmer versichert mit der Anmeldung, dass die von ihm angegebenen Voraussetzungen zutreffen und er sie auf Anforderung nachweisen kann.
(5) Das Seminar erfordert die aktive Mitwirkung des Teilnehmers, unter anderem in Übungen, Kleingruppenarbeit und Selbsterfahrungsanteilen. Der Teilnehmer entscheidet dabei eigenverantwortlich über Art und Umfang seiner Beteiligung.
(6) Der Teilnehmer ist verpflichtet, den Anbieter vor Seminarbeginn auf Umstände hinzuweisen, die eine Teilnahme beeinträchtigen oder eine besondere Rücksichtnahme erfordern könnten, soweit er dies für erforderlich hält.
(7) Der Anbieter kann einen Teilnehmer aus wichtigem Grund von der weiteren Teilnahme ausschließen, insbesondere bei erheblicher oder wiederholter Störung des Seminarablaufs, bei Gefährdung anderer Teilnehmer, bei Auftreten unter Einfluss von Alkohol oder berauschenden Mitteln oder bei schwerwiegendem Verstoß gegen die Vertraulichkeitspflicht nach § 17. Der Anbieter wird den Ausschluss vorher androhen, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist, und die Gründe auf Verlangen in Textform mitteilen.
(8) Im Fall eines berechtigten Ausschlusses bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters bestehen. Ersparte Aufwendungen werden angerechnet.
§ 11 Zertifikate
(1) Nach erfolgreichem Abschluss erhält der Teilnehmer das für das jeweilige Seminar vorgesehene Zertifikat. Die Bezeichnung des Zertifikats und ein etwaiger Zertifizierungsstandard ergeben sich aus der Seminarbeschreibung.
(2) Voraussetzung für die Erteilung sind die vollständige Bezahlung des Seminarpreises, die Teilnahme an sämtlichen Seminartagen sowie die erfolgreiche Erbringung der vorgesehenen Leistungsnachweise. Über den erfolgreichen Abschluss entscheidet die Seminarleitung nach billigem Ermessen auf Grundlage der Mitarbeit, der Anwesenheit und der Leistungsnachweise.
(3) Ein Anspruch auf Erteilung eines Zertifikats bei nicht erfolgreichem Abschluss besteht nicht. Die Vergütungspflicht bleibt hiervon unberührt.
(4) Das Zertifikat bestätigt die Teilnahme und den erfolgreichen Abschluss beim Anbieter sowie, soweit in der Seminarbeschreibung ausgewiesen, die Zertifizierung nach dem Standard der Society of NLP. Es begründet keine staatliche Anerkennung, keine berufsrechtliche Zulassung und keinen Anspruch auf Aufnahme in ein Trainer- oder Partnerprogramm des Anbieters.
§ 12 Weiterführende Angebote
(1) Aufbauausbildungen, Supervision, Einzelcoachings, digitale Produkte und Trainer- oder Partnerprogramme sind eigenständige, kostenpflichtige Angebote und nicht Bestandteil des gebuchten Seminars. Für Aufbauausbildungen, Einzelcoachings und digitale Produkte gelten diese AGB nach Maßgabe ihres Geltungsbereichs. Für Supervision sowie Trainer- oder Partnerprogramme gelten gesonderte Vereinbarungen.
(2) Der Abschluss eines Seminars begründet keinen Anspruch auf Aufnahme in ein solches Angebot.
§ 13 Bild-, Ton- und Videoaufnahmen
(1) Der Anbieter kann Seminare ganz oder teilweise in Bild und Ton aufzeichnen. Aufnahmen, auf denen Teilnehmer erkennbar oder hörbar sind, werden nur mit vorheriger, gesonderter, freiwilliger und jederzeit widerruflicher Einwilligung des jeweiligen Teilnehmers angefertigt und verwendet.
(2) Die Verweigerung oder der Widerruf der Einwilligung hat keine Auswirkungen auf die Teilnahme am Seminar oder auf die Erteilung des Zertifikats.
(3) Eigene Bild-, Ton- oder Videoaufnahmen durch Teilnehmer sind nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters und aller erkennbar Betroffenen zulässig.
§ 14 Urheber- und Nutzungsrechte
(1) Sämtliche vom Anbieter zur Verfügung gestellten Materialien, insbesondere Skripte, Arbeitsblätter, Präsentationen, Audio- und Videodateien sowie digitale Inhalte, sind urheberrechtlich geschützt.
(2) Der Teilnehmer erhält ein einfaches, nicht übertragbares Recht, diese Materialien für eigene Lern- und Anwendungszwecke zu nutzen. Vervielfältigung, Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung, Bearbeitung oder kommerzielle Verwertung, auch auszugsweise, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Anbieters in Textform.
(3) Die Teilnahme an einem Seminar berechtigt nicht dazu, dessen Inhalte selbst als Ausbildung, Seminar oder Lehrgang anzubieten oder Dritte darin auszubilden. Hierfür bedarf es einer gesonderten Vereinbarung mit dem Anbieter in Textform.
(4) Marken, Logos und Bezeichnungen des Anbieters, insbesondere "Mindvisory", dürfen vom Teilnehmer nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform verwendet werden. Zulässig bleibt der sachliche Hinweis darauf, die jeweilige Ausbildung beim Anbieter absolviert zu haben. Nicht zulässig ist eine Verwendung, die den Eindruck einer Partnerschaft, Beauftragung oder organisatorischen Zugehörigkeit erweckt, insbesondere in Firmen- und Domainnamen, Logos und Profilbezeichnungen.
(5) Marken und Zertifizierungszeichen Dritter, insbesondere der Society of NLP, stehen nicht im Eigentum des Anbieters. Ihre Verwendung richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen des jeweiligen Rechteinhabers.
§ 15 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Der Anbieter haftet ferner unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes und im Umfang einer übernommenen Garantie.
(3) Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Teilnehmer regelmäßig vertrauen darf.
(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
(5) Der Teilnehmer nimmt eigenverantwortlich am Seminar teil und trägt die Verantwortung für die von ihm gezogenen Schlüsse und die von ihm getroffenen Entscheidungen innerhalb und außerhalb des Seminars.
(6) Für mitgebrachte Gegenstände und Wertsachen übernimmt der Anbieter keine Haftung, soweit ihn kein Verschulden trifft.
(7) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen und -ausschlüsse gelten in gleichem Umfang zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Geschäftsführer, Gesellschafter, Mitarbeiter, Trainer, freien Mitarbeiter und sonstigen Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Diese können sich gegenüber dem Teilnehmer unmittelbar auf sie berufen.
§ 16 Keine Heilbehandlung, keine medizinische Diagnostik
(1) Die Seminare und Methoden des Anbieters, insbesondere Inhalte aus den Bereichen NLP, Coaching, Hypnose und mentales Training, dienen der Persönlichkeitsentwicklung, der Kommunikations- und Leistungsentwicklung sowie der beruflichen Qualifikation.
(2) Sie stellen keine Heilbehandlung, keine Psychotherapie und keine medizinische oder psychologische Diagnostik dar und ersetzen weder eine ärztliche noch eine psychotherapeutische Behandlung. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen abgegeben.
(3) Das Seminar berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes. Die vermittelten Methoden dürfen vom Teilnehmer nicht zu Zwecken der Heilkunde eingesetzt werden, soweit ihm die dafür erforderliche Erlaubnis fehlt. Der Teilnehmer ist selbst dafür verantwortlich, die für seine spätere Tätigkeit geltenden berufs- und gewerberechtlichen Anforderungen zu prüfen und einzuhalten.
(4) Der Anbieter weist darauf hin, dass die vermittelten Methoden bei Vorliegen behandlungsbedürftiger Erkrankungen eine fachliche Behandlung nicht ersetzen. Teilnehmer, die sich in Behandlung befinden, klären die Teilnahme eigenverantwortlich mit ihren behandelnden Personen ab.
§ 17 Vertraulichkeit
(1) In den Seminaren werden regelmäßig persönliche Inhalte anderer Teilnehmer offenbart. Der Teilnehmer verpflichtet sich, sämtliche Informationen über persönliche Verhältnisse anderer Teilnehmer, die ihm im Rahmen des Seminars bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Pflicht gilt über das Ende des Seminars hinaus fort.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend für vertrauliche Informationen des Anbieters über Methoden, Abläufe und Geschäftsverhältnisse.
§ 18 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Teilnehmers ausschließlich im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Einzelheiten zu Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlage der Verarbeitung sowie zu den Rechten der betroffenen Personen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter mindvisory.com/datenschutz.
§ 19 Aufrechnung und Zurückbehaltung
Der Teilnehmer kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur zu, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 20 Textform, Änderungen dieser AGB
(1) Erklärungen im Rahmen dieses Vertrages, insbesondere Anmeldung, Kündigung und Umbuchung, bedürfen der Textform. Eine E-Mail genügt. Die telefonische Anmeldung nach § 2 Abs. 2 und der Vorrang individueller Vereinbarungen bleiben unberührt.
(2) Für den Widerruf nach § 7 gilt Absatz 1 nicht. Dort genügt jede eindeutige Erklärung des Teilnehmers.
(3) Für den jeweiligen Vertrag gilt die bei Vertragsschluss übermittelte Fassung dieser AGB.
§ 21 Einzelcoaching
(1) Für Einzelcoachings gelten die Bestimmungen dieser AGB mit Ausnahme von § 3 Abs. 2 bis 4, der §§ 4, 8 bis 13, soweit dieser Paragraf nichts Abweichendes regelt. An die Stelle des Seminars tritt das Coaching, an die Stelle des Teilnehmers der Klient. Wird ein individueller Coachingvertrag geschlossen, hat dieser bei Widersprüchen Vorrang.
(2) Das Coaching wird vom Anbieter oder von einem von ihm eingesetzten, qualifizierten Coach erbracht. Es findet nach Absprache vor Ort oder online statt. Termine werden in Textform vereinbart.
(3) Vereinbarte Termine können bis spätestens 72 Stunden vor Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen wird das vereinbarte Sitzungshonorar als Ausfallhonorar berechnet. Ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Vergabe des Termins werden angerechnet. Dem Klienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Ausfall entstanden ist. Bei Coachingpaketen beträgt das Sitzungshonorar den anteiligen Paketpreis; das Ausfallhonorar wird mit dem Paketguthaben verrechnet. Sagt der Anbieter einen Termin ab, wird ein Ersatztermin vereinbart.
(4) Anzahl der Sitzungen und Leistungszeitraum eines Coachingpakets werden vor Vertragsschluss vereinbart. Die Sitzungstermine werden zu Beginn des Coachings gemeinsam festgelegt. Eine vom Klienten gewünschte Unterbrechung verlängert den Leistungszeitraum nicht automatisch. Eine Rücknahme des Pakets oder Auszahlung des Guthabens allein wegen Nichtnutzung wird nicht angeboten. Bei einem schwerwiegenden Härtefall, insbesondere schwerer Erkrankung oder Unfall, wird der Leistungszeitraum auf unverzügliche Mitteilung angemessen verlängert. Vom Anbieter verursachte Verzögerungen verlängern den Leistungszeitraum entsprechend. Für versäumte Termine gilt Absatz 3.
(5) Ein zusätzliches vertragliches Recht zur vorzeitigen Kündigung eines Coachingpakets wird nicht eingeräumt. Gesetzliche Widerrufs- und Kündigungsrechte bleiben unberührt. Bei einer wirksamen vorzeitigen Beendigung richten sich Vergütung und Rückerstattung nach den gesetzlichen Vorschriften. Berechtigte Ausfallhonorare nach Absatz 3 werden berücksichtigt.
(6) Der Klient informiert den Coach über Erkrankungen, Behandlungen oder Medikamente, die für das Coaching, insbesondere für Hypnose, relevant sein können. Hält der Coach ein Coaching für nicht geeignet, kann er die Zusammenarbeit beenden und empfiehlt fachliche Hilfe; bezahlte, noch nicht erbrachte Sitzungen werden dann anteilig erstattet.
(7) Sitzungen werden nur mit vorheriger, gesonderter und jederzeit widerruflicher Einwilligung des Klienten aufgezeichnet. Gesundheitsdaten, die im Coaching zur Sprache kommen, verarbeitet der Anbieter nur mit gesonderter Einwilligung und ausschließlich zur Durchführung des Coachings. Der Coach behandelt alle Inhalte der Sitzungen vertraulich, auch nach Vertragsende, soweit keine Einwilligung des Klienten, keine gesetzliche Pflicht und keine ernsthafte Gefahr für Leib oder Leben vorliegt.
§ 22 Digitale Produkte
(1) Digitale Produkte sind insbesondere Online-Kurse, Videokurse, Arbeitsbücher in digitaler Form und sonstige digitale Inhalte. Für sie gelten die Bestimmungen dieser AGB mit Ausnahme von § 1 Abs. 5, § 3 Abs. 2 bis 4, der §§ 4, 8 bis 13 und des § 17, soweit dieser Paragraf nichts Abweichendes regelt. An die Stelle des Seminars tritt das digitale Produkt, an die Stelle des Teilnehmers der Kunde. Digitale Produkte werden nur an volljährige Kunden verkauft.
(2) Der Anbieter stellt das digitale Produkt in der in der Produktbeschreibung angegebenen Form unverzüglich nach Vertragsschluss bereit, in der Regel durch Freischaltung eines Zugangs. Für Mängel und Aktualisierungen gelten die gesetzlichen Vorschriften über digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB).
(3) Die Dauer des Zugangs wird in der Produktbeschreibung vor Vertragsschluss angegeben. Ist dort keine Begrenzung vereinbart, besteht der Zugang zeitlich unbefristet. Eine Einstellung des Produkts lässt den vereinbarten Anspruch auf Bereitstellung und die gesetzlichen Rechte des Kunden unberührt.
(4) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Recht, das digitale Produkt nach Maßgabe der Produktbeschreibung für eigene Zwecke zu nutzen. Zugangsdaten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. § 14 bleibt unberührt.
(5) Für kostenlose digitale Produkte gelten die Bestimmungen über Preise und Zahlung nicht.
(6) Für das Widerrufsrecht gilt § 7. Bei kostenpflichtigen digitalen Inhalten beginnt der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Bereitstellung nur, wenn der Kunde dem ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er mit Beginn der Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verliert. Der Anbieter bestätigt den Vertrag einschließlich dieser Erklärungen in Textform. Für digitale Dienstleistungen gilt das Erlöschen des Widerrufsrechts nach den Regeln für Dienstleistungen; die bloße Freischaltung eines Zugangs führt nicht zum Erlöschen.
§ 23 Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch der Schutz zwingender Verbraucherschutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird.
(2) Ist der Teilnehmer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Hamburg. Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Teilnehmers zu klagen.
(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Stand: 10/2026